18.06.2016: Meditationsnachmittag in Zwettl

Mit Franziskus im liebenden Blick Gottes leben

Franziskus als Botschafter der Barmherzigkeit, das war das Thema des Meditationsnachmittages am 18. Juni 2016 bei den Franziskanerinnen in Zwettl.

Franziskus war es ein Herzensanliegen, dass alle Menschen Barmherzigkeit erfahren, auch wenn es nur ein Blick in die Augen war. Im Lebens- und Berufungsweg des hl. Franziskus leuchtet immer wieder das Erbarmen Gottes auf. Die maßlose Liebe Gottes, die er selbst erfahren hat, wird für ihn zum Maßstab der Begegnung mit den Menschen.

Das ist besonders in einem Brief des Heiligen an einen Bruder zu erkennen, der vor dem Konflikt mit anderen in eine Einsiedelei flüchten möchte. Dieser Brief ist die Magna Charta der Barmherzigkeit, wie Franziskus sie erfahren und gelebt hat.

Franziskus  kann darin den Minister auffordern, auch über seine persönlichen Grenzen hinaus Barmherzigkeit zu schenken, weil er selbst erfahren hat, dass eine solche  grenzüberschreitende Barmherzigkeit eine Tür in die grenzenlose Liebe Gottes öffnen und in eine Gottesbegegnung führen kann. Und er kann für die Sünder ein bedingungsloses Erbarmen fordern, da er an sich selbst erfahren hat, dass nur ein solches Erbarmen fähig ist Herzen zu wandeln.

In der Stille und in der Meditation können diese eindringlichen Worte des Heiligen das Herz berühren.  Ein äußeres Zeichen dafür sind Hälften von Herzen aus Holz, die von den einzelnen Teilnehmern und Teilnehmerinnen kreativ gestaltet werden. Je zwei Hälften werden dann von zwei Personen zusammengefügt. Dabei sprechen die beiden einander ein Segenswort zu.

Wer will, kann die Hälften auch tauschen, um so über den Meditationsnachmittag hinaus miteinander verbunden zu sein.