23. bis 29. Aug. 2017: Assisi-Fahrt 2017

 

Unterwegs mit Franz und Klara

Wir begeben uns auf die Spuren von Franz und Klara von Assisi in Ihrer Wirkungsstätte.

Details und Anmeldung im beigefügten Folder! (pdf, 305KB)

   

16.09.2015: „Geistlich leben – Gott und ich- Mein Gott“

Drei Frauen und „ihr“ Gott

„Geistlich leben – Gott und ich- Mein Gott“, so lautete der Titel einer Veranstaltung  zum „Jahr der Orden 2015“ bei den Franziskanerinnen in Zwettl.  Nach einer gemeinsamen Eucharistiefeier mit Pfarrer Franz Kaiser und Kaplan Franz Dangl sprachen drei Frauen zu diesem Thema.

Frau Theresia Paumann, eine engagierte Pfarrgemeinderätin aus Arbesbach, Frau Regina Sprinzl, Leiterin des Bildungshauses St. Georg in Bad Traunstein und Sr. Franziska Bruckner, Generaloberin der Franziskanerinnen von Amstetten.

Frau Theresia Paumann ließ in zwei Bildern ihre Erfahrungen mit Gott  aufleuchten:  Das eine ist eine tiefe Freundschaft, mit der sich die  Beziehung zu Jesus ahnungsweise in Worte fassen lässt, das andere ist die biblische Erzählung vom barmherzigen Vater, wie er sich dem Verlorenen zuneigt in umarmender Liebe. Die Mitarbeit in der Pfarre ist für Frau Paumann ein weites Feld der Begegnung mit Gott im Alltag. Da wird die Botschaft Jesu konkret, wenn sie sich zum Beispiel dafür einsetzt, dass eine Flüchtlingsfamilie im Pfarrhof eine neue Heimat findet.

Frau Regina Sprinzl erlebt als Leiterin des Bildungshauses in Traunstein, wie gleichsam mit den verschiedenen Menschen die Welt zu ihr kommt und in der eigenen Gotteserfahrung Spuren hinterlässt. Die unmittelbare Nähe der Kirche und die zur Besinnung einladende Umgebung regen sie an, in der Stille auf Gott zu hören. Mit einer Holzskulptur des Künstlerpfarrers Josef Elter brachte Frau Sprinzl ihr Bild von Gott ins Wort. „Geben und Nehmen“, so hat der Künstler die Skulptur benannt, und so  erfährt Frau Sprinzl auch in ihrer Gottesbeziehung ein liebendes Hinneigen und ein dankbar offenes Empfangen.

Frau Generaloberin Sr. Franziska Bruckner erzählte zuerst von ihrer religiösen Prägung und von ihrer „Vater-Unser-Geschichte“. An zwei entscheidenden Wendepunkten ihres Lebens waren es Bibelworte, mit denen sie ihren Weg als Ordensfrau weiterging.  „Mir sei es ferne, mich zu rühmen, außer im Kreuz unseres Herrn Jesus Christus …“,  war das eine  und „Danach verließ sie der Engel.“, das andere. Selbststand zu finden, auch in Zeiten der Bedrängnis, nach dem Engel zu fragen, wenn sie sich verlassen und allein gelassen fühlt, das ist für Sr. Franziska die Botschaft in diesen Worten der Hl. Schrift.

„Beeindruckt hat mich die Authentizität in den Zeugnissen dieser drei Frauen,  wie sie über ihre persönliche Begegnung mit Gott erzählten und wie sie ihren Glauben in den Alltag einbringen“, so gaben zwei Teilnehmerinnen ihre Eindrücke von den Kurzreferaten wieder.

Bei der Agape konnten sich alle stärken und miteinander ins Gespräch kommen.

v. l.n.r: Elvira Reuberger, Pfr. Franz Kaiser, Theresia Paumann, Franziska Bruckner, Regina Sprinzl, Kaplan Franz Dangl

Bericht verfasst von Sr. Elvira Reuberger, Franziskanerin Zwettl

Foto: Sr. Franziska Bruckner, Franziskanerin Amstetten